Hier sind die individuellen Unterschiede sehr groß: Während manche Menschen zweimal pro Tag Stuhlgang haben, ist für andere nur eine Stuhlentleerung in drei Tagen völlig normal. Täglicher Stuhlgang muss jedenfalls nicht sein. Von einer Verstopfung spricht man erst, wenn seltener als einmal in drei Tagen eine Stuhlentleerung erfolgt. Meistens ist der Stuhl dann hart und die Menge gering.
Viele Menschen entwickeln in bestimmten Situationen zeitweise eine Verstopfung, z. B. in ungewohnter Umgebung oder wenn Stress und Hektik ihren Alltag bestimmen. Gefährlich ist eine solche situationsbedingte Obstipation nicht, aber unangenehm: Denn Völlegefühl und ein aufgetriebener Bauch beeinträchtigen unser Wohlbefinden erheblich. Mit ballaststoffreicher Ernährung, reichlicher Flüssigkeitszufuhr oder der Einnahme von Duphalac/Bifiteral lässt sich Abhilfe schaffen.
Besteht eine Verstopfung über Wochen und Monate, muss der Arzt abklären, ob eine organische Ursache die Beschwerden verursacht.
In hektischen Situationen und auf Reisen leide ich an Verstopfung.
Was kann ich tun?
Ungewohnte Situationen, Anspannung und seelische Belastungen wirken sich auch auf unseren Darm aus - er kann mit einer Verstopfung reagieren.
Versuchen Sie, Ihre Verdauung zu aktivieren, indem Sie ballaststoffreich essen und viel trinken. Manchmal hilft es schon, im Urlaubsland nicht immer nur Weißbrot zu essen, sondern von zu Hause mitgebrachtes, kerniges Vollkornbrot oder Pumpernickel. Trinken Sie viel, bewegen Sie sich regelmäßig und gehen Sie zur Toilette, sobald sich Ihr Darm meldet.
Reichen diese Maßnahmen nicht aus, hilft Ihnen Duphalac/Bifiteral, eine normale, geregelte Verdauung in Gang zu bringen. Auf drastische Abführmittel sollten Sie besser verzichten, weil diese die Darmschleimhaut schädigen und sogar zu Abhängigkeit führen können.
Verschiedene Arzneimittel können als unerwünschte Wirkung eine Verstopfung auslösen, beispielsweise bestimmte entzündungshemmende und blutdrucksenkende Medikamente, Eisenpräparate, Schmerzmittel und Psychopharmaka. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre Verstopfung durch ein Medikament bedingt sein könnte, das Sie einnehmen, sehen Sie im Beipackzettel nach, ob als Nebenwirkung Verstopfung bzw. Obstipation angegeben ist. Setzen Sie Ihr Medikament jedoch nicht in Eigenregie ab, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie das Problem am besten zu lösen ist.
Übrigens: Duphalac®/Bifiteral® hilft Ihnen auch in den Situationen, in denen diese Medikamente weiterhin eingesetzt werden müssen.
Verstopfung kann ganz verschiedene Ursachen haben. Häufig liegt es "nur" an einem Ortswechsel, an Aufregung oder Stress, wenn unser Darm vorübergehend mit Trägheit reagiert. In diesem Fall liegt eine funktionelle Störung vor, die oft schon durch einfache Maßnahmen wie ballaststoffreiche Ernährung, reichliche Flüssigkeitszufuhr und körperliche Aktivität behoben werden kann.
Allerdings kann eine Verstopfung auch durch verschiedene Darmerkrankungen (Hämorrhoiden, Entzündungen, Polypen, Tumoren etc.), durch Stoffwechselstörungen oder neurologische Erkrankungen bedingt sein. Suchen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt auf, wenn Ihre Verstopfung mit starken Beschwerden oder Schmerzen im Bauch oder am After einhergeht, wenn Sie beim Stuhlgang Schleim oder Blut beobachten oder wenn die Obstipation schon über Wochen bzw. Monate besteht.
Warum kann eine Verstopfung zu einem Hämorrhoidalleiden führen?
Ein ringförmiger Schwellkörper aus zu- und abführenden Blutgefäßen, der oberhalb des Afterkanals liegt, dichtet unseren Enddarm flüssigkeits- und gasdicht ab. Eine krampfaderartige Vergrößerung dieses Schwellkörpers und/oder sein Vorfall führen zum Hämorrhoidalleiden:
Das von Schleimhaut überzogene Schwellkörpergewebe fällt in den Afterkanal vor und stört den Feinverschluss des Afterkanals. In der Folge gelangt Feuchtigkeit nach außen, was zu Juckreiz, Nässen und Brennen auf der Haut um den After führt. Wird eine Hämorrhoide - also eine erweiterte Vene des Schwellkörpers - mechanisch geschädigt, kommt es zu Blutungen.
Verschiedene Faktoren begünstigen ein Hämorrhoidalleiden, u.a. eine Verstopfung: Denn angestrengtes und wiederholtes Pressen bei der Stuhlentleerung bewirkt einen Blutrückstau. Dadurch erweitern sich die Blutgefäße im ringförmigen Schwellkörper des Mastdarms und es bilden sich Hämorrhoiden, die schließlich aus dem After hervortreten können. Sollten Sie bereits unter Hämorrhoiden leiden, erleichtert Duphalac/Bifiteral den Stuhlgang.
Wie regelt ballaststoffreiche Ernährung die Verdauung?
Ballaststoffe oder Pflanzenfasern sind für den Menschen unverdauliche Bestandteile pflanzlicher Nahrungsmittel, die eine Reihe von günstigen Wirkungen aufweisen. So binden sie viel Wasser und erhöhen dadurch das Stuhlvolumen, was die Darmtätigkeit anregt. Der Stuhl bleibt weich und geschmeidig und ermöglicht eine problemlose Entleerung.
Täglich sollten wir mindestens 30 g Ballaststoffe zu uns nehmen. Wir können den Ballaststoffanteil in unserer Nahrung erhöhen, wenn wir weniger Fleisch, Wurst und Käse essen und dafür mehr zu Vollkornprodukten, Naturreis, Obst und Gemüse greifen. Damit die Pflanzenfasern wirken können, müssen wir unbedingt auch genügend trinken: Zwei Liter täglich oder mehr.
Abführmittel (Laxanzien) sind Medikamente, die die Stuhlentleerung beschleunigen. Ihre Wirkung beruht auf unterschiedlichen Mechanismen. Füll- und Quellstoffe wie z. B. Flohsamen, Weizenkleie oder Leinsamen binden Wasser und erhöhen das Stuhlvolumen. So wird die Darmtätigkeit angeregt und es kann ein weicher Stuhlgang abgesetzt werden. Allerdings können Füll- und Quellstoffe nur wirken, wenn gleichzeitig reichlich getrunken wird (zwei Liter täglich oder mehr).
Osmotische Abführmittel sind schwer resorbierbare Substanzen, die die Resorption von Wasser aus dem Darm vermindern. In diese Gruppe gehören z. B. Bitter- und Glaubersalz, bestimmte Zucker und auch die z. T. recht drastisch wirkenden pflanzlichen Abführmittel wie Sennesblätter, Rhabarberwurzel und Aloe.
Ein besonderes und sanftes Wirkprinzip weist dagegen Duphalac/Bifiteral auf.
Duphalac/Bifiteral enthält als Wirkstoff Lactulose, einen speziellen Zucker, der vom menschlichen Körper nicht verwertet werden kann. Lactulose gelangt unverdaut durch den Magen und Dünndarm in den Dickdarm, wo es von den Darmbakterien in Bruchstücke gespalten wird. Ähnlich wie Ballaststoffe halten diese Bruchstücke das Wasser im Darm zurück und machen den Stuhl weich und voluminös. So wird die Stuhlentleerung auf sehr sanfte und sichere Weise in Gang gebracht und erleichtert.
Abführmittel helfen mir nicht mehr. Woran liegt das?
Bestimmte Abführmittel führen zwar kurzfristig zum Erfolg, sie bringen aber die normale, geregelte Verdauung nicht wieder in Gang. Deshalb müssen diese Mittel immer wieder eingenommen werden, häufig in immer höherer Dosierung. Auf diese Weise kann sich eine Abführmittel-Abhängigkeit entwickeln.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie von Abführmitteln loskommen möchten. Wahrscheinlich wird er Ihnen ein Präparat empfehlen, das sich "stufenlos" dosieren lässt (z. B. Lactulose). Von diesem Präparat nehmen Sie dann alle paar Tage etwas weniger, bis Sie es schließlich ganz weglassen können. Gleichzeitig sollten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung umsteigen, viel trinken und für ausreichend Bewegung sorgen.
Was ist der Unterschied zwischen Lactose (Milchzucker) und Lactulose?
Lactose (Milchzucker) wird wie Lactulose zur Behandlung der Verstopfung eingesetzt. Milchzucker ist jedoch nur schwach wirksam und muss mit 40 g relativ hoch dosiert werden. Zudem liefert eine Milchzucker-Dosis eine Menge Kalorien (160 kcal), ruft Hungergefühle hervor, beeinflusst das Gewicht und ist für Diabetiker ungeeignet. Lactose (Milchzucker) wird größtenteils im Dünndarm resorbiert.
Meine vierjährige Tochter leidet gelegentlich an Verstopfung. Darf ich ihr
Duphalac®/Bifiteral® geben?
Duphalac/Bifiteral eignet sich auch für die Behandlung von Kindern. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Duphalac/Bifiteral von Kindern sehr gut vertragen wird.
Die Dosis für Kinder beträgt ein- bis zweimal täglich Duphalac/Bifiteral Sirup (5 bis 10 ml) entsprechend 3 bis 6 g Lactulose.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.